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Betrügereien bei geschlossenen Fonds
Dass Initiatoren Geld
verdienen wollen, ist vollkommen legal und in Ordnung. Leider gab es aber
schwarze Schafe unter den Initiatoren, die das Geldverdienen zu sehr
"optimiert" haben.
Zum einen ist es äußert
unschön, wenn z.B. mit Schrottimmobilien und schönen Prospekten ein
geschlossener Immobilienfonds aufgelegt wird und Kapitalgeber so Geld
verlieren.
Aber es geht noch
schlimmer. Das ist der Fall, wenn der Initiator als Geschäftsführer auf
der einen Seite die Interessen des Fonds vertritt und auf der anderen
Seite seine eigenen Interessen.
Hier ein paar Bespiele
-
Ein geschlossener
Immobilienfonds wird durch einen Initiator aufgelegt und dieser Fonds
erwirbt dann ein Grundstück. Leider gehörte das Grundstück vorher aber dem
Initiator bzw. einer Tochtergesellschaft des Initiators. Das Gleiche gilt
natürlich auch für andere Wirtschaftsgüter, z.B. bei Leasingfonds.
-
Ein geschlossener
Immobilienfonds veräußert zum Ende das Anlagevermögen (Grundstück). Hier
übernimmt meisten der Geschäftsführer (oftmals der ehemalige Initiator)
die Federführung. Leider findet dieser nur einen guten Bieter, nämlich
sich selber bzw. eine seiner Tochtergesellschaften. Das gleiche Spiel geht
natürlich auch mit Schiffen, Filmen, großen geleasten Wirtschaftsgütern
usw. .
-
Ein gern genommenes
Argument für einen erfolgreichen Immobilienfonds sind Mietgarantien über 5
oder sogar 10 Jahre. Hierzu
zahlt der Fonds an eine Gesellschaft einen hohen Betrag und diese
Gesellschaft zahlt dem Fonds die Differenz zwischen tatsächlichen
Mieteinnahmen und garantierten Mieteinnahmen. Grundsätzlich eine tolle
Idee.
Leider wird diese Idee manchmal missbraucht. Hierzu gründet der
Fondsinitiator eine kleine GmbH mit 25.000 € Haftkapital. Diese kleine GmbH
schließt mit allen Fonds des Initiators einen Vertrag über Mietgarantien.
Gleichzeitig zahlt diese kleine GmbH horrende Geschäftsführergehälter.
Diese hohen Geschäftsführergehälter führen dazu, dass die GmbH im
Schadensfall (Haftung wegen Mietgarantien) noch schneller Pleite geht, als
Sie es ohnehin getan hätte.
-
Aber auch sonstige
Leistungen wie sonstige Serviceleistungen, Treuhandservice,
Marketing, pre-opening, Konzeption, Hausverwaltung, Kapitalvermittlungsservice,
Darlehenbeschaffungsservice, sonstige Garantien usw. werden oftmals nur
durch Tochtergesellschaften des Initiators erledigt und da es keine
Konkurrenten gibt, diktieren die Tochtergesellschaften den Preis.
Ein Interessenkonflikt beim Initiator kann schell dazu führen, dass die Gesellschafter
einen Schaden erleiden, denn aufgrund des Interessenkonflikts könnte der
Fonds die Wirtschaftsgüter zu teuer kaufen bzw. zu billig verkaufen oder
Leistungen zu teuer bezahlen.
Ohne gründliche Recherche
wird es einem Fondsgesellschafter nicht möglich sein, Firmen- oder
Finanzbeziehungen zwischen dem Initiator und dritten Gesellschaften
aufzudecken. Und der Initiator wird vermutlich von sich aus nicht darauf
hinweisen.
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zum Kapitel 10
Unwissenheit schützt vor Steuerzahlung nicht
Inhaltsverzeichnis
1. Unterschied offener und geschlossener Fonds
2. Arten von Personengesellschaften - Höhe des maximalen Verlustes
3. unternehmerisches Risiko
4. Dauer der Anlage, Ausstieg, Rücknahme
5. Notwendigkeit des Bestehens von geschlossenen Immobilienfonds
6. geschlossener Fonds als Steuersparmodell - Funktionsweise
7. Wie funktioniert es in der Praxis wirklich
8. Überlebenschancen eines geschlossenen Immobilienfonds
9. Betrügereien bei geschlossenen Fonds
10. Unwissenheit schützt vor Steuerzahlung nicht
11. Wer sollte einen geschlossenen Fonds zeichnen
12. Insolvenz eines geschlossenen Fonds
>> andere Internetseiten mit dem Thema geschlossener Fonds
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